23. April 2026

Possibilismus statt Pessimismus

Die Wahl in Ungarn zeigt, dass der Aufstieg des Rechtspopulismus kein unabwendbares Schicksal ist. Ob die liberale Demokratie Bestand haben wird, hängt jedoch davon ab, ob sie plausible Hoffnung auf eine bessere Zukunft vermitteln kann, kommentiert HAI-Koordinator Florian Chefai im Philosophie-Magazin.

Die deut­li­che Abwahl von Vik­tor Orbán und sei­ner Fidesz-Par­tei kam für vie­le uner­war­tet. Zu stark hat sich in den ver­gan­gen Jah­ren die Über­zeu­gung ein­ge­gra­ben, dass die libe­ra­le Demo­kra­tie den auto­ri­tä­ren Anfech­tun­gen nicht gewach­sen sei; dass die Ent­wick­lung hin zur geschlos­se­nen Gesell­schaft, ein­mal in Gang gesetzt, eine irrever­si­ble Dyna­mik ent­fal­te. Umso bemer­kens­wer­ter ist die Signal­wir­kung, die mit dem Macht­wech­sel ein­her­geht: Der ful­mi­nan­te Wahl­er­folg von Péter Magyar und der Tis­za-Par­tei zeigt ein­mal mehr, dass zumin­dest eini­ge auto­kra­ti­sche Sys­te­me auf demo­kra­ti­schem Wege revi­dier­bar sind …

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WEITERE BEITRÄGE

Die offene Zukunft und ihre Freunde

Der wis­sen­schaft­li­che Koor­di­na­tor des Hans-Albert-Insti­tuts, Flo­ri­an Che­fai, setzt sich in aktu­el­len Bei­trä­gen mit der Fra­ge aus­ein­an­der, wie wir ange­sichts mul­ti­pler Kri­sen kri­tisch-ratio­nal über die Zukunft spre­chen und nach­den­ken sollten.

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Impuls: Künstliche Intelligenz als Bedrohung für die liberale Demokratie

In einem neu­en Bei­trag, der im Sprin­ger-Band „KI und Demo­kra­tie“ erschie­nen ist, argu­men­tie­ren HAI-Bei­rat Adria­no Man­ni­no (Post­doc­to­ral Fel­low an der UC Ber­ke­ley und Har­vard) und der Wis­sen­schafts­jour­na­list Nils Alt­haus, dass demo­kra­ti­sche Gesell­schaf­ten – allen vor­an die USA – in den kom­men­den Jah­ren einem neu­ar­ti­gen Exis­tenz­ri­si­ko aus­ge­setzt sind: der Kom­bi­na­ti­on aus agen­ti­scher Künst­li­cher Intel­li­genz und Autoritarismus.

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