Die deutliche Abwahl von Viktor Orbán und seiner Fidesz-Partei kam für viele unerwartet. Zu stark hat sich in den vergangen Jahren die Überzeugung eingegraben, dass die liberale Demokratie den autoritären Anfechtungen nicht gewachsen sei; dass die Entwicklung hin zur geschlossenen Gesellschaft, einmal in Gang gesetzt, eine irreversible Dynamik entfalte. Umso bemerkenswerter ist die Signalwirkung, die mit dem Machtwechsel einhergeht: Der fulminante Wahlerfolg von Péter Magyar und der Tisza-Partei zeigt einmal mehr, dass zumindest einige autokratische Systeme auf demokratischem Wege revidierbar sind …

Die offene Zukunft und ihre Freunde
Der wissenschaftliche Koordinator des Hans-Albert-Instituts, Florian Chefai, setzt sich in aktuellen Beiträgen mit der Frage auseinander, wie wir angesichts multipler Krisen kritisch-rational über die Zukunft sprechen und nachdenken sollten.


