27. Januar 2026

Impuls: Politik unter der Flagge von Wissenschaft?

Der Rechtswissenschaftler Eric Hilgendorf (HAI-Direktorium) setzt sich in einem Beitrag beim Verfassungsblog kritisch mit dem Verhältnis von Wissenschaft und Politik auseinander.

Nicht nur staat­li­che Insti­tu­tio­nen, son­dern zuneh­mend auch das Recht selbst gera­ten in den Sog poli­ti­scher Aus­ein­an­der­set­zun­gen. Damit stellt sich, wie Hil­gen­dorf betont, die grund­le­gen­de Fra­ge nach der Rol­le der Rechts­wis­sen­schaft in die­sem Span­nungs­feld: Weder der blo­ße Ver­weis auf „Neu­tra­li­tät“ noch „Poli­tik vom Wis­sen­schafts­po­dest“ sei­en geeig­net, um das Pro­blem zu lösen. Viel­mehr müs­se kon­kret und trans­pa­rent offen­ge­legt wer­den, dass ein poli­ti­scher Streit sich nicht allein durch fach­ju­ris­ti­sche Argu­men­te aus­tra­gen lässt: „Zu einer poli­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung gehö­ren poli­ti­sche Argu­men­te. Rechts­wis­sen­schaft­le­rin­nen und Rechts­wis­sen­schaft­ler soll­ten daher ler­nen, zwi­schen fach­ju­ris­ti­schen Argu­men­ten und eige­nen poli­ti­schen oder mora­li­schen Stel­lung­nah­men zu unter­schei­den“, so Hilgendorf.

Zum Bei­trag: Hil­gen­dorf, Eric: Poli­tik unter der Flag­ge von Wis­sen­schaft?: Zur Rol­le der Rechts­wis­sen­schaft in unru­hi­gen Zei­ten, VerfBlog, 2026/1/18, https://verfassungsblog.de/politik-unter-der-flagge-von-wissenschaft/, DOI: 10.59704/78186f7543678c0c.

WEITERE BEITRÄGE

Podcast mit Geowissenschaftler & HAI-Beirat Horst Marschall

In der anek­do­ten­rei­chen Fol­ge von „Sinn­erfüllt. Huma­nis­ti­sche Lebens­ge­schich­ten“ erzählt Horst Mar­schall, Pro­fes­sor für Geo­wis­sen­schaf­ten und HAI-Bei­rat, aus­führ­lich von sei­ner Schul- und Stu­di­en­zeit, wobei ers­te­re alles ande­re als gerad­li­nig ver­lau­fen ist. Sein Bei­spiel zeigt, dass anti­quier­te Lehr­me­tho­den selbst klu­gen und inter­es­sier­ten Kin­dern das Ler­nen schwer machen kön­nen. In star­kem Kon­trast dazu steht für ihn die intel­lek­tu­el­le Frei­heit wäh­rend sei­ner eige­nen Stu­di­en­zeit und spä­te­ren Berufslaufbahn.

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Hans-Albert-Institut beim säkularen Dialog in Berlin

Die SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on hat­te am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de erst­mals den Arbeits­kreis Säku­la­ri­tät und Huma­nis­mus (AKSH) der SPD sowie wei­te­re Inter­es­sier­te zu einer Ver­an­stal­tung unter dem Mot­to „Säku­lar. Soli­da­risch. Dia­log­be­reit.“ in den Marie-Juchacz-Saal des Reichs­tags­ge­bäu­des ein­ge­la­den. Das Hans-Albert-Insti­tut war durch sei­nen wis­sen­schaft­li­chen Koor­di­na­tor Flo­ri­an Che­fai vertreten.

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Vorträge: Aufklärung in Zeiten der Krise

In Koope­ra­ti­on mit dem „Düs­sel­dor­fer Auf­klä­rungs­dienst (DA!)“ ver­an­stal­tet das Hans-Albert-Insti­tut zwei Vor­trä­ge, die sich mit der gegen­wär­ti­gen Bedeu­tung von Auf­klä­rung und Kri­ti­schem Ratio­na­lis­mus aus­ein­an­der­set­zen. Am 13. Mai dis­ku­tiert der Phi­lo­soph und His­to­ri­ker Phil­ipp Blom die Fra­ge, wie das Pro­jekt der Auf­klä­rung in Zei­ten der Kri­se wei­ter­ge­dacht wer­den kann. Am 10. Juni folgt ein Vor­trag von HAI-Direk­to­ri­ums­mit­glied Flo­ri­an Che­fai zum Kon­zept der „offe­nen Zukunft“ aus kri­tisch-ratio­na­ler Per­spek­ti­ve. Bei­de Ver­an­stal­tun­gen fin­den im Forum Frei­es Thea­ter in Düs­sel­dorf statt und wer­den live gestreamt.

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