11. Juli 2024

Organspende: Wie wäre eine Pflicht zum Nachdenken?

Wer nicht Nein sagt, meint Ja: So soll die Zahl der Organspenden erhöht werden. Doch der Blick auf Alternativen lohnt sich, wie die Verhaltensforschung zeigt. Ein Gastbeitrag in der ZEIT von Axel Ockenfels und HAI-Beirat Hartmut Kliemt.

„Die aktu­el­le Dis­kus­si­on ist rich­tig und wich­tig, und die Wider­spruchs­lö­sung kann hel­fen, den Organ­man­gel ein­zu­däm­men. Aber viel­leicht kön­nen wir Gutes noch bes­ser machen, wenn wir über die Wider­spruchs­lö­sung hin­aus eine längst über­fäl­li­ge, evi­denz­ba­sier­te und ver­hal­tens­wis­sen­schaft­lich fun­dier­te Ana­ly­se ansto­ßen, mit wel­chem Maß­nah­men­mix der in Deutsch­land beson­ders gro­ße Organ­man­gel redu­ziert wer­den kann“, erklä­ren Axel Ocken­fels und Hart­mut Kliemt. 

Eine “Erklä­rungs­lö­sung” könn­te eine ent­spre­chen­de Alter­na­ti­ve sein, bei der Bür­ger bei der Bean­tra­gung eines Per­so­nal­aus­wei­ses oder Füh­rer­scheins ihre Ent­schei­dung zur Organ­spen­de erklä­ren müs­sen. Zwar kön­ne auch die Erklä­rungs­lö­sung nicht garan­tie­ren, „dass die Ent­schei­dung zur Organ­spen­de wohl­über­legt ist. Eine Erklä­rungs­lö­sung wäre aber nicht mit einem Spen­de­stan­dard (Wider­spruchs­re­ge­lung) oder einem Nicht-Spen­de­stan­dard (Zustim­mungs­re­ge­lung) ver­bun­den, son­dern mit der Erwar­tung, dass sich die Men­schen zumin­dest ein­mal mit der Fra­ge auseinandersetzen.“


Zum voll­stän­di­gen Arti­kel bei ZEIT-Online: https://www.zeit.de/wirtschaft/2024–06/organspende-widerspruchsloesung-verhalten-forschung-zustimmung-information

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