WIR IRREN UNS EMPOR.
Das Hans-Albert-Institut ist ein Think-Tank zur Förderung des kritisch-rationalen Denkens in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Essaywettbewerb – »Wie wäre eine gute Zukunft?«
Unsere Zeit stellt uns vor ethische Herausforderungen, die frühere Generationen so nicht kannten. Zum 80. Geburtstag des renommierten Ethikers Dieter Birnbacher laden das Hans-Albert-Institut und die Giordano-Bruno-Stiftung junge Menschen bis 30 ein, ihre Ideen für eine gute Zukunft in einem Essay zu entfalten.
Hans Albert
Als Vordenker des Kritischen Rationalismus steht der Philosoph und Soziologe Hans Albert (1921–2023) für eine wissenschaftliche Denkweise, die sich durch Klarheit, Kritikfähigkeit und Aufgeschlossenheit gegenüber alternativen Denkansätzen auszeichnet. Es ist nicht zuletzt auch Albert zu verdanken, dass die aufklärerische Tradition des kritischen Denkens nach dem zivilisatorischen Einbruch des Nationalsozialismus in Deutschland wieder Fuß fassen konnte.
Grundzüge einer kritisch-rationalen Politik
Für eine kritisch-rationale Politik ist es erforderlich, dass politische Entscheidungsprozesse als Problemlösungsversuche angesehen werden, die sich bewähren, aber auch scheitern können. Eine solche Politik könnte dem Projekt der Aufklärung zu neuer Blüte verhelfen. Das Hans-Albert-Institut möchte dazu einen Beitrag leisten.
FAKTEN STATT IDEOLOGIEN
Statt bestimmte politische Standpunkte zu unterstützen, zeigen wir ein nuanciertes Spektrum faktenbasierter Positionen auf.
TRANSDISZIPLINÄRES NETZWERK
In unserem wissenschaftlichen Beraterstab versammeln sich führende Experten unterschiedlichster Disziplinen.
HUMANISTISCHE
WERTE
Bei unserer Arbeit orientieren wir uns an ethischen Leitsätzen, die die Rechte des Individuums in den Mittelpunkt stellen.
AKTUELL

Podcast mit Geowissenschaftler & HAI-Beirat Horst Marschall
In der anekdotenreichen Folge von „Sinnerfüllt. Humanistische Lebensgeschichten“ erzählt Horst Marschall, Professor für Geowissenschaften und HAI-Beirat, ausführlich von seiner Schul- und Studienzeit, wobei erstere alles andere als geradlinig verlaufen ist. Sein Beispiel zeigt, dass antiquierte Lehrmethoden selbst klugen und interessierten Kindern das Lernen schwer machen können. In starkem Kontrast dazu steht für ihn die intellektuelle Freiheit während seiner eigenen Studienzeit und späteren Berufslaufbahn.

Impuls: Politik unter der Flagge von Wissenschaft?
Der Rechtswissenschaftler Eric Hilgendorf (HAI-Direktorium) setzt sich in einem Beitrag beim Verfassungsblog kritisch mit dem Verhältnis von Wissenschaft und Politik auseinander.

Hans-Albert-Institut beim säkularen Dialog in Berlin
Die SPD-Bundestagsfraktion hatte am vergangenen Wochenende erstmals den Arbeitskreis Säkularität und Humanismus (AKSH) der SPD sowie weitere Interessierte zu einer Veranstaltung unter dem Motto „Säkular. Solidarisch. Dialogbereit.“ in den Marie-Juchacz-Saal des Reichstagsgebäudes eingeladen. Das Hans-Albert-Institut war durch seinen wissenschaftlichen Koordinator Florian Chefai vertreten.

Vorträge: Aufklärung in Zeiten der Krise
In Kooperation mit dem „Düsseldorfer Aufklärungsdienst (DA!)“ veranstaltet das Hans-Albert-Institut zwei Vorträge, die sich mit der gegenwärtigen Bedeutung von Aufklärung und Kritischem Rationalismus auseinandersetzen. Am 13. Mai diskutiert der Philosoph und Historiker Philipp Blom die Frage, wie das Projekt der Aufklärung in Zeiten der Krise weitergedacht werden kann. Am 10. Juni folgt ein Vortrag von HAI-Direktoriumsmitglied Florian Chefai zum Konzept der „offenen Zukunft“ aus kritisch-rationaler Perspektive. Beide Veranstaltungen finden im Forum Freies Theater in Düsseldorf statt und werden live gestreamt.

Politische „Klassiker“ der Neuen Rechten: Interview und Buchveröffentlichung von Armin Pfahl-Traughber
Die intellektuellen Wurzeln der Neuen Rechten reichen zurück in die Weimarer Republik. Im Gespräch mit dem WDR und in einer neuen Publikation beleuchtet HAI-Beiratsmitglied Armin Pfahl-Traughber die ideenhistorischen Traditionslinien.

Tagung “Begegnungen in Grenzsituationen” in Graz
Vom 10.–12. Oktober fand an der österreichischen Universität Graz die Tagung „Begegnungen in Grenzsituationen” statt, die einen Dialog zwischen philosophischer Praxis und Palliativversorgung herstellte. Jonas Pöld aus dem HAI-Direktorium zeigte in seinem Vortrag Schnittstellen zwischen analytischer Philosophie und therapeutischer Praxis auf.

Gerhard Streminger: Das Theodizee-Problem
Das Theodizee-Problem stellt eine der fundamentalsten Herausforderungen für den religiösen Glauben dar: Wie lässt sich die Existenz eines allmächtigen, allwissenden und allgütigen Gottes mit dem offensichtlichen Leid und Übel in der Welt vereinbaren? Philosoph und HAI-Beirat Gerhard Streminger analysiert systematisch die verschiedenen Lösungsversuche.

Freiverantwortlichkeit im Kontext der Suizidassistenz
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Medizin-Ethik-Recht (ZfMER) analysiert Prof. Dieter Birnbacher, Mitglied im Beirat des Hans-Albert-Instituts, die Frage der Freiverantwortlichkeit bei der Suizidassistenz im Kontext psychischer Erkrankungen. Ausgangspunkt seiner Untersuchung ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2020, das die Freiverantwortlichkeit als zentrales Kriterium für die Zulässigkeit der Hilfe zur Selbsttötung bestimmt hat.